Ria Pecking

...wenn es dich wirklich gibt Gott dann...

Seit meinem 13ten Lebensjahr bestand mein Leben daraus, diese innere verspürte Leere, diese Suche nach Liebe und Anerkennung zu füllen – durch Party, Drogen, Alkohol, Extremsport und vor allem Männerbeziehungen. Zusätzlich war mein Körper gekennzeichnet vom Magerwahn – mittlerweile weiß ich, dass ich damit nur irgendwie versuchte, die Kontrolle über wenigstens irgendetwas zu behalten.
Einmal, in einer Phase, wo mir das Leben schon sehr sinnlos erschien und alles eine Last war, war ich zu Besuch bei meiner Schwester. Sie hatte vergessen zu sagen, dass bei ihr Abends "Hauskreis" sei – um meiner Schwester nicht vor den Kopf zu stoßen nahm ich teil. Ich kannte die Frauen nicht die da waren und die eine, die den Abend vorbereitet hatte, hatte das Gefühl, dass ihr vorbereitetes Thema nicht dran wäre sondern es um „hörendes Gebet“ gehen sollte – in mir regte sich eine leise Stimme – ich ließ es zu, dass diese Frauen für mich „hörten“ – und obwohl ich nichts über mich erzählt hatte und sie mich nicht kannten, sagte mir nach diesem Gebet jede Frau etwas (teilweise in Bildern, in Gefühlen …) aus meiner aktuellen Lebenssituation – ich ahnte und wusste eigentlich, dass meine Rettung bei Gott war, aber in mir kämpfte es. – Da gab es de Stimme die sagte "Du hast Nein gesagt zu Gott damals nach deiner Konfirmation, wolltest nicht mit Gott leben, jetzt will er dich auch nicht mehr, du bist zu dreckig, zu kaputt und verbraucht und bist selbst dran schuld" und es gab so viele Stimmen in mir, die meine ganze Situation noch schön redeten… es brauchte noch ein halbes Jahr, ehe ich gänzlich sinn- und ziellos, körperlich und seelisch im Extremtief, nachts allein in meinem Zimmer zu Gott schrie: „Wenn es dich wirklich gibt und du Interesse an mir hast, dann bitte tu was, irgendwas – ich kann nicht mehr“…
In mir wurde es plötzlich ruhig und gleichzeitig liefen Ströme von Tränen … aus mir brach alles heraus – meine gesamte Kindheit / Jugend, traumatische Erlebnisse … und ich redet einfach mit Gott, sagte ihm alles was geschehen war, meine Sehnsucht, meine Verfehlung, mein Angst, meine Zweifel – alles …
und ich hörte und fühlte sein Reden – Er sagte: „Fürchte dich nicht Ria, ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein!“ – und genau das empfand ich, geliebt sein – unendlich, unverdient … Frieden war in mir, trotz aller Gedanken ob das jetzt so bleiben würde … Ich sagte damals zu Jesus: "Bitte sei du in meinem Leben und sei der Mittelpunkt. Du bist für mich gestorben … danke das du mich retten willst."
Seit diesem Tag wurde mein Essen stabil, ich konnte Nahrung zu mir nehmen ohne zu Erbrechen, mein Innerstes kam immer mehr zur Ruhe. Jesus gab sein Leben, für all den Mist, der an mir aber auch durch mich passiert ist – er kennt mich ganz genau und liebt mich! WOW! Durch Ihn hat mein Leben einen Sinn, ich habe Vergebung erfahren, denn ich habe sehr viel Mist gebaut und Menschen Schaden zu gefügt. Menschen die mich körperlich und seelisch kaputt gemacht haben konnte ich vergeben und darf heil werden an der Seele und Ruhe über vergangenen Wunden finden.
Das Leben hat nun Sinn, hat Ewigkeitsfaktor und ich werde von IHM aufgefangen wenn ich mit mir, mit der Welt oder auch mal meiner Vergangenheit nicht klar komme. Wenn alles zu fallen scheint – ER ist da! Sein Wort steht fest und sein Wort gilt – Nichts kann mich von seiner Liebe trennen – ich bin unendlich geliebt er hat einen Plan für mein Leben – den besten, den ich mir nie erträumt hätte! Selbst die Suche nach zwischenmenschlicher Liebe erfüllte ER mir – mit meinem Mann, den ich mir alleine nie gesucht hätte. Gott weiß genau, was ich brauchte und brauche und gibt mir Zuversicht, Hoffnung und ein Leben in absoluter Spannung – ein echtes Abenteuer, mit Happy End in Ewigkeit! Danke Gott!

Lebensgeschichten von Dresdnern